Portrait

Gemeinsam mit fünf landwirtschaftlichen Betrieben und zwei Großhändlern investiert die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg in ein vielversprechendes regionales Wertschöpfungsnetzwerk. Die Investition in Aufbereitungsanlagen direkt vor Ort schafft kurze Transportwege und versorgt die Menschen mit gesunden und nachhaltigen Grundnahrungsmitteln.   

Damit mehr regionale Erzeugnisse in der Region Berlin-Brandenburg verarbeitet und vermarktet werden können, braucht es dringend Investitionen in diesem Bereich. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern und der Gründung der Spreewälder BioMühle diese Lücke ein Stück weit schließen konnten.
Die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg ist mit 40% an der Mühle beteiligt.


Gemeinsam mit dem Großhandel, den umliegenden landwirtschaftlichen Erzeugern und der Regionalwert AG Berlin-Brandenburg als Finanzierungs- und Vernetzungsakteuer entstand ein Vorhaben, das Leuchtturmcharakter für eine faire und nachhaltige Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette hat.

In der Vergangenheit wurden jährlich bis zu 500 Tonnen Bio-Hirse der umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe in der Mühle aufbereitet. Mittelfristig sollen Getreide und Leguminosen wie Linsen, Kichererbsen, Buchweizen, Amaranth, Hafer und Dinkel in der Mühle aufbereitet und verarbeitet werden.

Dabei muss die Spreewälder BioMühle Nachhaltigkeitsstandards erfüllen, die unseren strengen Partnerschaftskriterien entsprechen: Regionalität, ökologischer Anbau, faire Entlohnung und nachhaltige Verpackung. 

Langfristig besteht zudem das Potenzial das Partnerschaftsnetzwerk auszubauen und die vorhandenen Regionalwert-Partner mit der Mühle als Aufbereitungsstandort zu vernetzen.

Wir stehen somit erst am Anfang und es gilt das volle Potenzial dieser Investition auszuschöpfen!

Die Spreewälder BioMühle – Zwischen Ernteannahmen, Kooperation und Ernährungsbildung

Bei der Spreewälder BioMühle ist einiges in Bewegung: Neue Kooperationen stärken regionale Wertschöpfungsketten, ein Kinderheft vermittelt Wissen rund um die Brandenburger Biolinse und zusätzliche Räume schaffen neue Möglichkeiten für Verarbeitung und Lagerung. Gleichzeitig läuft die Ernteannahme auf Hochtouren.

Der Vertrieb und der direkte Austausch mit Kund*innen sind für die Spreewälder Bio-Mühle eine kontinuierliche Aufgabe. Eine gute Gelegenheit dafür bot die Hausmesse von Terra Naturkost am 6. September. Hier konnte die Mühle bestehende Kontakte zu Ladner*innen aus dem Naturkostfachhandel pflegen und neue knüpfen.

Wie wichtig Kooperationen für resiliente regionale Ernährungssysteme sind, zeigt auch das Projekt RYCE der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL). Der regionale „Roggen-Reis“ ist ab der Messe in Fünf-Kilogramm-Gebinden für die Gemeinschaftsverpflegung, Caterer, Schulküchen und die Gastronomie erhältlich. Die Spreewälder Bio-Mühle übernimmt dabei aktuell die Abfüllung und kann damit einen Beitrag für ein regionales Ernährungssystem leisten. 🌾
 

Auch in Sachen Ernährungsbildung gibt es Neues: Nach dem Kinderheft „Bella und die Goldhirse“, das die Arbeit entlang der Wertschöpfungskette und das Brandenburger Bio-Qualitätszeichen vorstellt, ist nun ein weiteres Heft erhältlich. Unter dem Titel „Was essen Drachen?“ vermittelt es kindgerecht Wissenswertes unter anderem zur Brandenburger Biolinse. Die Publikation wurde vom MLEUV unterstützt und regt die jungen Leser*innen sowie deren Umfeld dazu an, sich mit Fragen der Ernährung auseinanderzusetzen. 🐲

Unterdessen ist in und um die Mühle die Ernteannahme in vollem Gange: Braunhirse, Buchweizen und Amaranth aus den landwirtschaftlichen Betrieben der Region finden ihren Weg in die Lager. Nun bleibt zu hoffen, dass die Witterung mitspielt, denn je trockener das Erntegut angeliefert werden kann, desto weniger aufwendige und kostenintensive Nachtrocknung ist notwendig.

Auch räumlich entwickelt sich die Spreewälder Bio-Mühle weiter. Durch die Anmietung zusätzlicher Räume können Abfüllung und Verarbeitung glutenhaltiger Druschfrüchte künftig baulich getrennt erfolgen. Gleichzeitig entstehen dringend benötigte zusätzliche Lagerkapazitäten.

Steckbrief

Art der Partnerschaft

Investitionspartnerschaft

Gründungsjahr

2024

Beteiligungsbeginn

März 2025

Geschäftsführer

Thomas Büssert

Rechtsform

GmbH

Ort

Kolkwitz, Brandenburg

Anzahl Mitarbeiter*innen

4

Besonderheit

Erstes Wertschöpfungsnetzwerk der Regionalwert AG B-B gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben, Verabeitung & Handel

Wo kann ich die Produkte kaufen?

Naturkosthandel


Geschäftsführer Thomas Büssert